Kafka und das jiddische Theater

Um die Firma seines Vaters zu retten, musste Franz Kafka am 15. Oktober 1911 nach Radotin reisen. Dazu notierte er am selben Tag in sein Tagebuch: „Komme dadurch um das Zusammensein mit Löwy, an den ich fortwährend denke.“(1) Kafkas Faszination für die Schauspieltruppe um Jizchak Löwy war einer der maßgebenden Punkte für sein aufflammendes Interesse an jiddischer Literatur. Er nutzte jede Gelegenheit, die sich ihm bot, um Zeit mit diesen für ihn so fremden osteuropäischen Juden zu verbringen und mehr über ihr Leben, ihre Ansichten und nicht zuletzt ihre religiöse Ausrichtung zu erfahren. Vor allem für Löwy verspürte Kafka ein tiefes Gefühl der Freundschaft. „Kafka und das jiddische Theater“ weiterlesen