Buchtipp: Die Genies der Lüfte

Zum Geburtstag habe ich von meinem Vater ein wunderschönes, selbstgebautes Vogelfutterhäuschen geschenkt bekommen. Es hat Eingänge an allen Seiten, sein Inneres ist jedoch durch ein überstehendes, rotes Dach vor Wind und Wetter geschützt. Bis weit in den Frühling kommen Amseln, Spatzen, Finken aller Art und kleine Meisen zu Besuch, und es war eine absolute Freude, diesen bei ihrer Stippvisite in meinem Garten zuzusehen. Das Amselmännchen zum Beispiel setzt sich zuerst eine ganze Weile aufs Dach und demonstriert lautstark, dass das Häuschen für die nächste Zeit ihm ganz alleine gehört. Es soll ja niemand auf die Idee kommen, ihm seine Sonnenblumenkerne streitig zu machen. Die kleine Blaumeise mit einem verletzten Bein huscht immer durch die kleine Öffnung an der rechten Seite ins Häuschen, schnappt sich ein Körnchen und fliegt schnurstracks in den nahen japanischen Ahorn, um es dort zu verputzen. Erst wenn sie ganz sicher ist, dass die Luft rein ist, schnappt sie sich das nächste Körnchen. Die Distelfinken mögen es nicht besonders, alleine zu essen. Sie kommen stets in einer größeren Gruppe von mindestens 4 Vögeln, und belagern das Futterhäuschen solange, bis sich auch der letzte von ihnen den Bauch vollgeschlagen hat. „Buchtipp: Die Genies der Lüfte“ weiterlesen

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Gewinnspiel zum Welttag des Buches

Wer viel liest, erlebt viel: Wir reiten Drachen, reisen in ferne Länder, kämpfen gegen Ritter oder schwimmen mit Delfinen. Leider passiert dies alles jedoch nur in unseren Köpfen. Wir sitzen. Und das geht irgendwann auf den Rücken.

Daher verlosen wir anlässlich des Welttag des Buches „Starker Rücken – Das Trainingsbuch“, damit ihr noch lange, lange lesen könnt! „Gewinnspiel zum Welttag des Buches“ weiterlesen

Street Food für Zuhause

Street-Food und dazugehörige Festivals sind seit ein paar Jahren absolut im Trend. Wer aber nicht in einer Stadt mit fancy Food Festivals lebt oder einfach nicht abwarten mag, bis das nächste stattfindet, kann sich beispielsweise mit einem Rezeptbuch behelfen. „Street Food international“ beinhaltet mehr als 50 Rezepte aus Europa, dem Orient, den USA und Mexiko sowie verschiedenen asiatischen Ländern. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Herzhaft und süß, mit Fleisch oder vegetarisch, aufwändig oder schnell gezaubert.  „Street Food für Zuhause“ weiterlesen

Mal was anderes: „Gangsterland“

Der Titel des Buches – „Gangsterland“ – deutet es bereits an: Die Mafia hat in den gesamten USA ihre Finger im Spiel. Ob nun in Chicago oder in Las Vegas, Sal Cupertine kann seinem „Geschäft“ nicht entfliehen. Nachdem er im Zuge seiner Tätigkeit als Auftragskiller der italienischen Mafia in Chicago sozusagen in einem Anflug geistiger Umnachtung drei amerikanische Bundesbeamte mit viel Blut und Schweinerei ins Jenseits befördert und es damit sogar in die Abendnachrichten geschafft hat, taucht er in Las Vegas unter. Und wie erscheint man möglichst anständig und fliegt unter dem Radar der Polizei? Richtig! Als Rabbi. „Mal was anderes: „Gangsterland““ weiterlesen

Stuffed like a kishka

Bereits beim ersten Durchblättern von „Die jüdische Küche“ von Annabelle Schachmes wusste ich: Das ist MEIN Kochbuch! Denn wenn mir eine Sache besonders sympathisch ist, dann kurze knackige Beschreibungen. Wer hat bitteschön Lust, 5 Seiten mit Anleitungen durchzulesen, während auf dem Herd das Öl heiß wird, die Hände bereits nach Zwiebeln riechen und die Arbeitsplatte den Eindruck vermittelt, eine Grundschulklasse habe erst vor wenigen Sekunden mit dem Lebensmittelvorrat einer ganzen Woche um sich geworfen? Ich jedenfall nicht. „Stuffed like a kishka“ weiterlesen

Dating mit Ovid – Teil 1

„Jeder, der mit meinem Schwert eine Amazone besiegt hat, schreibe auf die Beute, die er weiht: ‚Naso war mein Lehrer.'“ (1)

Publius Ovidius Naso, wie der römische Dichter Ovid mit vollem Namen hieß, fühlte sich schon als junger Mann zum Literaten berufen. Nach einer recht erfolgreichen Ausbildung der Rechtswissenschaften verzichtete er auf eine Laufbahn als Senator. Bereits als Teenager hielt er Lesungen, rasch wurde er zu einem der beliebtesten römischen Dichter – und das bereits zu Lebzeiten. Eines seiner bekanntesten Werke, die Ars Amatoria oder auch Ars armandi (Die Kunst zu lieben), erschien in der endgültigen Fassung etwa um die Geburt Christi herum, und war so etwas wie das 50 Shades of Grey der Antike. Die Menschen liebten das Buch, dem etwas Anrüchiges anhaftete – nicht zuletzt weil Ovid selbst damit warb, „sein Buch sei nichts für anständige Hausfrauen.“ „Dating mit Ovid – Teil 1“ weiterlesen

Samstags-Stöckchen

Das Stöckchen habe ich auf dem Blog Monstermeute und Zeuchs gesehen, und es hat mich direkt angesprochen.

 

  1. Suche dir je eins deiner gelesenen Bücher für deine Initialen heraus!

„Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann und „Wilde Schafsjagd“ von Haruki Murakami (sind aber beides nicht unbedingt Favoriten)

  1. Stell dich vor dein Bücherregal und zähle dein Alter entlang der Bücher ab – bei welchem Buch landest du?

„Wonder Boys“ von Michael Chabon. Das ist erstaunlich, da dies – und nein, ich habe nicht geschummelt! – eines meiner absoluten Lienlingsbücher ist.

  1. Such dir eins deiner Bücher raus, das in deiner Stadt, deinem Bundesland oder in deinem Land spielt!

„Der Schattenspieler“ von Michael Römling spielt zumindest in Deutschland (in Berlin), näher kommt man mir in meinem Bücherregal nicht.

  1. Jetzt suche ein Buch heraus, das einen Ort repräsentiert, an den du gerne reisen würdest!

Die „Harry Potter“-Reihe. Ich will endlich meinen Hogwarts-Brief!

  1. Was ist deine Lieblingsfarbe? Fällt dir ein gelesenes Buch ein, dessen Cover in dieser Farbe gehalten ist?

Definitiv blau. Zufälligerweise ist auch meine Ausgabe von „Wonder Boys“ in einem wundervollen Blauton gehalten.

  1. An welches Buch hast du die schönsten Erinnerungen?

Ich war als Kind circa alle 2 Wochen mit meiner Mutter in unserer Stadtteilbücherei. Bücher haben schon immer einen großen Anteil an meinem Leben gehabt. Daher kann ich mich hier nicht auf eins beschränken. Dazu zählen in der Kindheit sicherlich die „Burg Schreckenstein“-Reihe, Bücher von Astrid Lindgren (vor allem Karlsson vom Dach) aber auch Comics wie „Lucky Luke“.

  1. Bei welchem Buch hattest du die größten Schwierigkeiten, es zu lesen?

Ich bin leider niemand, der sich durch Bücher hindurchquält, um sie fertig zu lesen. Ich würde mir wünschen, dass ich das könnte, aber ich breche ab, wenn mich ein Buch nicht genug fesselt oder mich eine der Figuren zu sehr abstößt.

  1. Welches Buch auf deinem SuB wird dir das größte Gefühl verschaffen, etwas geleistet zu haben, wenn du es gelesen hast?

Da ich mich nicht durch Bücher „quäle“, ist das Fertiglesen auch nie eine Leistung. Da ich nur die Bücher zu Ende lese, die mich wirklich fesseln, bin ich eher traurig, wenn ich die letzte Seite erreiche.

Frankfurter Buchmesse

Zuerst vorweg: Ich war vorher noch nie auf der Frankfurter Buchmesse. Ich hatte es schon lange vor, aber irgendwie hat es sich nie ergeben und ich habe mich etwas vor den (angeblich) sehr überfüllten Wochenendtagen gefürchtet. Wie dem auch sei, dieses Jahr habe ich es geschafft! Ich war da und will euch an meinen Erfahrungen als Neuling teilhaben lassen.

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Kafka und das jiddische Theater

Um die Firma seines Vaters zu retten, musste Franz Kafka am 15. Oktober 1911 nach Radotin reisen. Dazu notierte er am selben Tag in sein Tagebuch: „Komme dadurch um das Zusammensein mit Löwy, an den ich fortwährend denke.“(1) Kafkas Faszination für die Schauspieltruppe um Jizchak Löwy war einer der maßgebenden Punkte für sein aufflammendes Interesse an jiddischer Literatur. Er nutzte jede Gelegenheit, die sich ihm bot, um Zeit mit diesen für ihn so fremden osteuropäischen Juden zu verbringen und mehr über ihr Leben, ihre Ansichten und nicht zuletzt ihre religiöse Ausrichtung zu erfahren. Vor allem für Löwy verspürte Kafka ein tiefes Gefühl der Freundschaft. „Kafka und das jiddische Theater“ weiterlesen